NEEDZ ist eine „Bedarfsdatenbank“, in der Produkt- und Dienstleistungsbedarfe gesammelt und recherchierbar gemacht werden. Potentielle Nutzer und Konsumenten können in NEEDZ potentielle Anbieter auf wirkliche oder wahrgenommene „Markt-lücken“ und Ideen aufmerksam machen, die sie selbst nicht realisieren wollen oder können. Potentielle Realisatoren finden in NEEDZ Kundenwünsche und Vorschläge für Innovationen, an die sie selbst noch nicht gedacht haben.
Es gibt drei Filter für den Einstieg:
Bisher gibt es etwa 100 Beispiele für Bedarfe und Ideen in NEEDZ, die diesen Kategorien zugeordnet sind. Alle Bedarfe und Ideen können bewertet, kommentiert und sortiert werden ("gut", "wichtig").
NEEDZ wendet sich an zwei Nutzergruppen: NEEDS-AUTOREN sind kreative Nutzer, die Bedarfe und innovative Ideen im Kopf haben, die sie nicht selbst verwirklichen können oder wollen. NEEDS-LESER sind potentielle Realisatoren oder Anbieter neuer Produkte und Dienstleistungen. NEEDS-AUTOREN geben innovative Bedarfe und Ideen in NEEDZ ein ("Need hinzufügen") und ordnen sie Branchen, Firmen oder Personen zu, die sie lesen sollten. NEEDS-LESER entdecken im Realisatorenindex unter ihrer Branche Bedarfe, die außerhalb ihres üblichen Produktspektrums oder Tätigkeitsfelds liegen. Möbeldesigner und Sportgerätehersteller finden das "Fitneßstehpult", das nicht zur klassischen Produktpalette von Büromöbelherstellern, Sportgeräteanbietern und Produktdesignern gehört. Konditoreien und Pizzaservices finden den "Kuchenservice", den es bisher nicht wirklich gibt. Natürlich ist NEEDZ auch für interessierte und neugierige NEEDS-LESER gedacht, die die Bedarfe kommentieren und ergänzen können.
In NEEDZ gibt es sogar ein einfaches Urhebermanagement eine Art „Copyright light“. Festgehalten wird die Reihenfolge der Eingabe von Bedarfen, die im besten Fall Vorläufer von Ideen, Konzepten und neuen Produkten sind. Die Frage „Warum gibt es eigentlich keine praktische Möglichkeit, Schrauben in schlechten Wänden festzuhalten?“ führt zwar nicht unmittelbar zum „Dübel", aber ohne den wahrgenommenen Bedarf oder Nutzen gäbe es den Dübel nicht. In Wirklichkeit können Vorläufer von Ideen bisher nicht patentrechtlich geschützt werden, obwohl sie manchmal zu genialen Lösungen und zur Gründung globaler Unternehmen führen.
Entwickelt wurde NEEDZ von Eva Weinmann, die als Informationsmanagerin und Erziehungs wissenschaftlerin Erfahrungen mit dem Aufbau von Informationssystemen, der Vermittlung von Wissen und Denkfertigkeiten, insbesondere der methodischen Suche nach neuen Ideen, gesammelt hat. Die Grafikstudios Terhedebrügge, Berlin, und Tillack Knöll, Stuttgart, und die Programmierer Michael Lochmann und Fabian Mülhaupt, Stuttgart, haben das Konzept umgesetzt.